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Ausbildung zum Brandmeister bei der Berufsfeuerwehr München

 

Ausbildung zum Brandmeister bei der Berufsfeuerwehr München

 

Die Berufsfeuerwehr der Traumberuf vieler Kinder.  Doch wie schaut es aus wenn dieser Beruf mein Traumberuf bleibt. Hier sind alle wichtigsten Fakten rund um die Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr München.

  1. Anforderungen

Eingestellt wird, wer Deutscher im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzes ist, oder eine Staatsangehörigkeit eines anderen EU-Staates besitzt. Aus schulischer Seite ist mindestens der Hauptschulabschluss erforderlich. Man benötigt eine Gesellenprüfung in einem für den feuerwehrtechnischen Dienst brauchbaren Handwerk oder eine entsprechende förderliche abgeschlossene Berufsausbildung, wie Schreiner, Rettungsassistent oder auch Schlosser. Zum Einstellungstag darf man nicht älter als 28 Jahre alt sein. Die Mindestgröße beträgt 165 cm. Verlangt wird auch das Schwimmabzeichen in Bronze. Der Bewerber muss Schwindelfrei und sportlich sehr aktiv sein, dies wird direkt im Einstellungstest geprüft, dazu aber gleich mehr. Eine Brillenstärke von 0,5 darf nicht überschritten werden, Kontaktlinsen sind nicht erlaubt. Als Vertreter der Stadt muss ein Feuerwehranwärter einen freien Leumund haben. Als Grundlage für den CE (LKW) Führerschein, der in der Ausbildung absolviert werden muss, ist der Führerschein der Klasse B (PKW) Voraussetzung für eine Einladung zum Einstellungstest.

 

  1. Der Einstellungstest

Der Einstellungstest besteht aus einem Sporttest, dem praktischen und dem schriftlichen Test. Zur Zeit stellt die Berufsfeuerwehr München zweimal im Jahr ein. Beim Sporttest gibt es zwischen Männern und Frauen keine Unterschiede, wer in den sechs Disziplinen einen schlechteren Schnitt als 4,5 hat, in einem Bereich die Note 6 oder zweimal die Note 5, scheidet aus. Die sechs Disziplinen sind Wechselsprünge, Klimmzüge, 1000m Lauf, Streckentauchen, 50m Schwimmen, Drehleitersteigen und der Kasten Bumerang Test. Der praktische Einstellungstest ist immer unterschiedlich, generell wird das handwerkliche Geschick auf die Probe gestellt. Hierbei sollen zum Beispiel Reifen gewechselt werden, sägen, feilen, etc. Manchmal kriegt man eine Aufgabe und muss sich dann Entscheiden welche Werkzeuge zum Lösen dieser Aufgabe benötigt werden. Oftmals ist das richtige Werkzeug nicht verfügbar. Somit kann das Improvisationstalent der Bewerber getestet werden.Der schriftliche Test besteht aus Fragen zum logischen Denkvermögen und den mathematischen Grundkenntnissen wie, Prozentrechnung und Dreisatz. Ein Feuerwehranwärter wird auf gutes Deutsch, im grammatikalischen und sprachlichen Bereich, getestet. Sind alle diese Hürden gemeistert so muss nur noch die gesundheitliche Untersuchung bestanden werden.

 

  1. Der Ausbildungsablauf

In München dauert die Ausbildung 18 – 24  Monate. Die Grundausbildung besteht aus zwei großen Bereichen, auf der einen Seite das Grundmodul und auf der anderen das Rettungssanitäter Modul. Im Grund Modul bestehen die Schwerpunkte aus Technik, Feuerwehrtaktik, Biologie, Chemie, Physik, Atemschutz, Rettungsschwimmerabzeichen, dem Führerschein CE und den Praktikas auf einer der 10 Feuerwachen in München. Im Praktikum fahren die Feuerwehranwärter ganz normal im Schichtbetrieb im Löschzug mit auf Einsätze. Sind die Auszubildenden nicht im Praktikum oder in der Theorieschule. So sind Sie auf der Feuerwache 2, in der die gesamte praktische Ausbildung geschieht. In dem Rettungssanitäter Modul bekommt der Anwärter eine Grundausbildung als Rettungsassistent und fährt dann im ganz normalen Schichtbetrieb auf dem RTW (Rettungswagen) zu Alarmierungen. Hier gibt es die Besonderheit, dass ein Auszubildender ein Praktikum für 1- 2 Monate, im Krankenhaus absolvieren muss, hierbei rotiert er zwischen OP Vorbereitung, Intensivstation oder dem ganz normalen Krankenhaus. Hierbei soll der Feuerwehranwärter praktische Tipps lernen und seine Berührungsängste verlieren.

 

  1. Sonstiges

Nach der Ausbildung und im Praktikum wird im 24 Stunden Schichtsystem gearbeitet. Es gibt drei Schichten die A Schicht, die B Schicht und die C Schicht. Unter diesen Schichten werden dann die 365 Schichten im Jahr eingeteilt. Es sind immer drei 24 Stunden Schichten, mit 24 arbeitsfreien Stunden zwischen den Schichten. Nach diesen drei Tagen Wachdienst, gibt es dann eine vier tägige Erholungsphase. Jeder Feuerwehrmann- und anwärter wird zu beginn der Schicht auf die verschieden Fahrzeuge aufgeteilt, dies wird praktiziert, damit bei einer Alarmierung kein Chaos entsteht. Als Brandmeister, ist man als Beamter bei der Stadt München angestellt. Die Aufgaben in den Praktikas und nach der Ausbildung bestehen aus 80% der Schichten Feuerwehrdienst und 20% Rettungsdienst. Im Feuerwehrdienst sind die meisten Einsätze THL (Technische Hilfeleistung). Beispiele hierfür wären das herausschneiden einer eingeklemmten Personen aus einem verunfallten Fahrzeugen, oder die Türöffnung akut, wobei ein Anwohner die Feuerwehr alarmiert hat, da dieser zum Beispiel schreie aus der Wohnung vernommen hat. Die durch den vorbeugenden Brandschutz stark reduzierten Brandalamierungen stellen eher die minderheit der Einsätze dar. Im Rettungsdienst sind zwei Feuerwehrleute zu je einem  RTW zugeteilt und fährt die ganze Schicht nur Rettungseinsätze. Die Ausbildungsvergütung für den Beruf, als Brandmeister, ist 1004 € brutto.

 

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